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Süddeutsche Zeitung 28.01.2009

Ingolstädter Festung von A bis Z

Ingolstadt - Jeder Ingolstädter kennt die imposanten Bauten im heutigen Klenze-Park, das Reduit Tilly und den Turm Triva. Besuchern fällt dieser Teil der ehemaligen Festung sofort ins Auge. Trotz ihrer Wucht beschreiben diese Bauten nur einen Teil der ursprünglichen Befestigungsanlagen der Bayerischen Landesfestung. Zum Beispiel waren früher auch die sogenannten Kavaliere, zweigeschossige Ziegelbauten, die rund um die Altstadt verteilt liegen, wichtige Glieder der Festung. Wer mehr über diese mächtigen Bauwerke wissen will, kann jetzt auf einen neuen, 40-seitigen Führer zurückgreifen, der die alten Festungsanlagen en detail beschreibt. Herausgegeben wurde die Broschüre vom Verein der Freunde der Bayerischen Landesfestung.
Das Heft hilft beim Auffinden und Erkennen der Befestigungswerke, außerdem beschreibt es ihren jetzigen Zustand und ihre derzeitige Nutzung. Der geschichtliche Hintergrund wird jedoch nur kurz abgehandelt. Immerhin erfährt man, dass Ingolstadt vom 14. Jahrhundert an als Hauptstadt eines der drei bayerischen Teilherzogtümer eine starke Befestigung erhalten hatte, die gegen die verbesserten Angriffswaffen immer weiter verstärkt wurde. Dem Ansturm des Schwedenkönigs Gustav Adolf hat sie zwar widerstanden, aber Napoleon, dem die Festung kampflos übergeben wurde, ließ sie im Jahre 1800 gründlich schleifen. Im neuen Königreich Bayern reifte dann der Entschluss, die Königlich Bayerische Landesfestung neu auszubauen. Dies geschah Schritt für Schritt, bis gegen 1900 klar wurde, dass in Zukunft nur noch vollständig gepanzerte Anlagen mit unterirdischen Versorgungsräumen Sicherheit bieten konnten. (Die Bayerische Landesfestung Ingolstadt. Ein Führer durch die Festungsanlagen, 2008, espresso-Verlag, ISBN 978-3-981076554). hak