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Die Ansiedlung der technischen Institute



Von besonderer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung von Stadt und Umland sollte die Ansiedlung der technischen Institute der Armee werden. Die ebenfalls vorgesehene Verlagerung der Gewehrfabrik von Amberg sowie der Artilleriewerkstätten von München nach Ingolstadt wurde nie realisiert. Immerhin gab es vor dem 1. Weltkrieg nach dem noch bedeutenderen Spandau an keinem Ort in Deutschland eine derartige Konzentration von technischen Instituten des Militärs wie hier im Bereich der Festung.

Pulverfabrik
Bereits 1847 war die Aidmühle bei Ebenhausen für die neue Nutzung erworben worden, doch dauerte es aus Geldmangel bis 1865, daß der Betrieb aufgenommen werden konnte. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges sind die Anlagen ständig erweitert worden. Seit 1875 hieß die offizielle Bezeichnung „Pulverfabrik bei Ingolstadt".

Geschützgießerei und Geschoßfabrik
1875 zunächst als Filiale des Hauptlaboratoriums errichtet, verlegte man 1885 dorthin die Geschützgießerei von Augsburg. Die „Königlich Bayerische Geschützgießerei und Geschoßfabrik" wurde damit auf dem Gelände zwischen dem Neuen Schloß und dem Kavalier Dallwigk angesiedelt, den Erweiterungen des wachsenden Unternehmens fielen wiederholt Festungswerke zum Opfer.

Hauptlaboratorium
Als dieses 1883 von München nach Ingolstadt verlegt wurde, war der Fortgürtel fertig. Es dachte niemand an eine Ansiedlung innerhalb des Hauptwalles, und so konnte sich dieses Unternehmen der Armee im Nordosten der Stadt ungestört ausbreiten. Es wurde der bedeutendste Arbeitgeber in Ingolstadt. Im 1. Weltkrieg schwoll die Produktion gewaltig an, für die zusätzlich benötigten Arbeiter mußten große Barackenlager aufgebaut werden.