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Der mittlere Ring - Der Vorwerkegürtel

Allen Verantwortlichen war bewusst, dass Ingolstadt ohne starke Vorwerke eine unfertige Festung war. Lebendig war auch der Gedanke des verschanzten Lagers. weiter lesen

Ein Vorwerke-Gürtel für die Landesfestung Ingolstadt war von Anfang an – also bereits bei Baubeginn der neuen Festung 1828 – geplant. Die Vorwerke sollten ähnlich wie in Germersheim in der Nähe der Stadtumwallung liegen und diese verstärken. Auch die Grundrisse der Außenforts ähnelten sehr den Germersheimer Bauten. Der Übersichtsplan zeigt diese – nur zum Teil verwirklichte – Planung für die Außenwerke. Aus Geldmangel wurden dann aber zunächst nur die beiden kleineren Werke 99 und 101 mit sogenannten Kreuzblockhäusern gebaut.

Als 1866 zwischen Preußen und dem Deutschen Bund, der von Österreich und Bayern verteidigt wurde, der Deutsche Einigungskrieg ausbrach, wurde eilig ein Ring aus Feldwerken errichtet, die hauptsächlich aus Erdwällen und einfachen Schutzräumen aus Holzkonstruktionen mit Erddächern bestanden. Die drei ursprünglich geplanten Außen- forts links der Donau wurden weiter nach außen verschoben und ebenfalls – zu mindestens vorerst – in der einfachen Erdbauweise errichtet. Dieser Vorwerks-Gürtel hatte einen Durchmesser von etwa 5 km.

Übersichtsplan zum Vorwerkegürtel

Später wurden die drei Außenforts links der Donau nach einer modernisierten Planung dauerhaft ausgebaut, während die anderen Erdwerke nur in ihrem Ursprungszustand erhalten wurden. Wenige Jahre darauf war aber der Vorwerks-Gürtel aufgrund der Einführung der gezogenen Geschütze bereits wieder veraltet und ein neuer Fortgürtel mit größerem, an die weiterentwickelte Geschütz- reichweite angepassten

Durchmesser von 15 km wurde notwendig. Nur die drei Außenforts des Vorwerks-Gürtels wurden in den neuen Fortgürtel einbezogen. Die Erdwerke wurden auch später nicht modernisiert, aber sie wurden bis zum zweiten Weltkrieg - bis auf wenige Ausnahmen - weiter erhalten, d.h. sie blieben im Besitz des Militärs und wurden von schädlichem Bewuchs frei- gehalten.

Der Vorwerkegürtel von 1866/67

Zunächst herrschte Unsicherheit, was mit den teilweise noch nicht vollendeten Vorwerken geschehen sollte. Im April 1867 erging nach längeren Diskussionen der Befehl zum Abschluss der Arbeiten. Dies war im November 1867 geschehen, die Werke waren durchwegs in passagerer Bauweise, also aus Erde und Holz, errichtet worden.

--> Die Werke des Vorwerkegürtels 1866/67

Der Bau der permanenten Vorwerke

Die durch den Krieg von 1866 erzwungene Zerstörung des Deutschen Bundes stellte nach einem halben Jahrhundert wieder die alte Situation her, dass auch ein Angriff aus dem Osten einkalkuliert werden musste. Es erschien durchaus denkbar, dass Österreich „Rache für Sadowa (Königgrätz)" nehmen würde.
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Werke des permanenten Vorwerkegürtels

Es enstanden folgende Werke (iim Westen beginnend, dem Uhrzeigersinn folgend) weiter lesen